Unterm Mond allein trinken
Zwischen den Blumen eine Kanne Wein
Trink ich ohne Gesellschaft ganz allein.
Heb den Becher, den hellen Mond ich bitt’
Denn mit dem Schatten wären wir zu Dritt.
Nachdem der Mond sich weigert zu trinken
Folgt mir ein Schatten zu meiner Linken.
Mond und Schatten, Gesell’n für Kurzweil sind
Machen Freude, noch weht der Frühlingswind.
Ich sing den Mond an, er wankt her und hin
Tanz’ mit Schatten und benebeltem Sinn.
Nüchtern, genießen wir gemeinsam Glück
Berauscht, zieht jeder sich allein zurück.
Wir vergessen, wandern fort die Gasse,
Treffen wieder in der Sternenstraße.
—
Hermann Schulner (vom Übersetzer besorgt)
